Allgemein, Essen, Rezepte
Kommentare 3

Was macht einen guten Kaffee aus? – im Gespräch mit Konja Buna

kaffeekreation

Erstmals traf ich Mirko und Stephan von Konja Buna im Dezember des letzten Jahres. Sie begleiteten ein Event, bei dem man ihre Kaffeekreationen ausprobieren konnte. Doch es war nicht der Kaffee der meine Aufmerksamkeit erweckte, sondern die Bilder, welche Stephan in den Kaffeeschaum zeichnete. Ich wollte mehr darüber erfahren und erhielt am Ende jede Menge Informationen darüber, was einen guten Kaffee ausmacht.

Ein Cappuccino mit Latte Art Muster ist ein gutes Zeichen

Kaffee ist nicht gleich Kaffee wie ich bitter bei meinen Treffen mit Mirko und Stephan erfahren durfte. im Laufe unseres Gespräches zeigte mir Stephan was der Unterschied zwischen einem Kaffee ist, bei denen die Bohnen, frisch gemahlen, weiter verarbeitet werden und einem Kaffee bei denen die gemahlenen Bohnen eine Zeit lang herum standen. Ursprünglich wollte ich eigentlich mehr über die Muster auf den Milchschaum erfahren. Doch von diesem Thema kamen wir schnell auf das eigentliche Thema eines Barista zu sprechen.

Mir wurde schnell klar, die schönen Muster auf dem Milchschaum sind nur schmückendes Beiwerk, haben aber mit der eigentlichen Arbeit eines Baristas wenig gemein. Einzig die Konsistenz des Schaums sind ein Hinweis darauf, ob die Milch richtig aufgeschäumt wurde. Denn wenn man mit diesem Schaum Muster gießen kann, dann ist der Schaum auch Geschmacksfördernd für den Kaffee, wie mir Stephan erklärte.

Kaffeekreation Bär

Ein guter Barista muss nicht zeichnen aber malen können

Doch dies ist nur einer der vielen Dinge, die man für den perfekten Kaffee beachten sollte, wie mir Stephan berichtete. Er ist seit über 8 Jahren als Barista tätig und in der Zwischenzeit zu der Ansicht gekommen, um alles über Kaffee zu wissen, benötigt man eigentlich zwei Leben. Dies beginnt, wie er erklärt, mit der richtigen Mischung. Jede Mischung erzielt einen anderen Geschmack und wie man weiß, lässt sich über diesen bekanntlich nicht streiten.

Mirko und Stephan verwenden im Übrigen für ihre Kreationen Kaffeesorten von zwei verschiedenen Kaffeepflanzen, Arabica und Robusta Kaffee, aus fünf verschiedenen Regionen. Je nach Region unterscheidet sich der Geschmack, was davon abhängt, wie die Bedingungen vor Ort sind. Gut vergleichen kann man dies mit Wein. Aus diesen Bohnen mischen sie ihren Kaffee und achten dabei darauf, dass der Anteil an Robustakaffee die 20 Prozent Marke nicht überschreitet.

Kaffeekreation Herz

Die Rösterei entscheidet über den Geschmack – Die Hygiene über den Genuss

Als sie mir dies erklärten, gingen sie nebenbei auch auf Kaffee-Röstereien ein. Mirko arbeitete mehrere Jahre für eine solche Rösterei, bevor er sich mit Stephan zu Konja Buna zusammen schloss. Auf meine Frage was die beste Rösterei in Dresden wäre, meinten beide nur, so etwas gibt es nicht. Jede Kaffee-Rösterei experimentiert mit ihrem Kaffee und kann bestimmte Geschmacksvariationen erzeugen. Sie empfahlen, sich nicht von einer Rösterei abhängig zu machen, sondern lieber immer wieder aufs Neue verschiedene Röstereien auszuprobieren.

Auf was sie aber immer Wert legen, sind die hygienischen Bedingungen. Stephan erklärte mir, die Hygiene ist bei einem Kaffee entscheidend für den Geschmack. Dies beginnt bei einer ordentlich gereinigten Kaffeemaschine, wobei man nicht allzu oft mit der Chemiekeule zuschlagen sollte, denn auch dies kann den Kaffeegeschmack nachträglich beeinflussen. Wie das Reinigen des Mahlwerks der Kaffeemühle. Wird dieses regelmäßig gereinigt, schmeckt der Kaffee auch gleich viel besser. – Im Geheimen erzählten sie mir, sie können am Geschmack erkennen, in welchen Cafes auf Hygiene geachtet wird.

Kaffeekreation Pinguine

Ein Herz in 3 Stunden – ein perfektes Motiv jahrelange Übung

Zum Schluss wollte ich trotzdem noch wissen, wie lange es nun braucht, bis man selber solche schönen Muster mit dem Milchschaum malen könnte. 3 Stunden erklärte mir Stephan und Mirko, allerdings beherrscht man danach maximal die Grundform, das Herz. Aus dieser Form ergeben sich alle weiteren Formen und da heißt es üben, üben, üben. Stephan sagt von sich, er bekommt derzeit 15 verschiedene Muster perfekt mit dem Milchschaum gegossen. Seine Lieblingsmotiv ist der Mann, auch wenn die Kunden den Bär und die Pinguine lieber mögen. Und noch einen Hinweis gab er mir. Wenn man ein Muster auf den Schaum zeichnet, sollte dies nicht viel länger dauern, als die normale Zubereitung eines Kaffees. Denn schließlich geht es hier um Kaffee und nicht das Bild.

…und deine Meinung zu gutem Kaffee?

Welche Erfahrungen hast du mit Kaffee gemacht oder was ist für dich ein leckerer Kaffee. Sag uns deine Meinung in den Kommentaren und wenn du diesen Beitrag interessant fandest, dann teile ihn bitte mit deinen Freunden mit einem Klick auf einen der folgenden Buttons.

3 Kommentare

  1. Pingback: KFP05: Mitmischen mit Tchibo Privat Kaffee - Kaffee-Freun.de

  2. Hallo Ronny,

    wenn Sammy jetzt noch weniger rumwackeln würde im Hangout und du den Namen des Event vom letzten Jahr hättest droppen lassen, würde ich 5 Sterne geben ;-)

    Viele Grüße,
    Thomas

    • Ronny Siegel sagt

      Geb ich gerne an Sammy weiter. Aber der Name der Veranstaltung ist mir wirklich entfallen.
      Ich weiß aber, die war bei euch :)

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>